Am nächsten Tag hatten wir über das Hotel ein Taxi organisiert, der uns für einen guten Preis Mittags nach Tiwi fuhr. Davor war ich mit Mia noch beim großen Supermarkt (Nakumatt), um wieder Lebensmittel und Campingsachen zu kaufen, die nicht mit in den Flieger konnten insbesondere neue Gaskartuschen. Mit dem Tuk Tuk sind wir für 50 Cent nach Likoni gefahren und haben schnell festgestellt, dass Tuk Tuks vom Reisekomfort und der Sicherheit tausendmal besser sind als Boda Bodas. Und unser ganzes Gepäck hat auch reingepasst. Bassd. Abgeholt wurden wir von einem wuseligen Araber-Afrikaner. Seinen Namen hat er uns leider nicht verraten, aber er war der Knaller. Super gesprächig und extrem ehrlich. "Yes my grandparents were in the slave business. They sold 50 arabs for a mirror to the Americans. Crazy hee." "I have 9 kids. 5 boys and 3 girls." "Its good that I have business. You dont have business you make lot of kids because you have too much time." "With police you pay something. Haha. This is Africa my friends, not Europe." Nachdem das Gepäck eingeladen war sind wir klassischerweise erstmal zur Tankstelle gefahren und haben den Sprit für den Weg eingetankt als Anzahlung für die Taxifahrt und sind zur Likoni-Fähre gefahren. Nachdem Mombasa eine Insel ist gelangt man in den Süden nur mit der alten rostigen Fähre. Bei der Einfahrt war gleichzeitig eine Polizeikontrolle in der wir direkt rausgezogen wurden. Der Taxifahrer hat nen 50 Schillingschein gezogen und ist rausgesprungen. Los gings. Es wurde heiß diskutiert und nach paar Minuten kam er grinsend wieder. "Secret Taxi my friends. With muzungus you have to pay, with africans no problem." Ahja gut. Geschmiert und weiter gings auf die Fähre bzw. in die Warteschlange und dann irgendwann die 300m ans andere Ufer. Dort angekommen gings nach paar Minuten wieder in ne Polizeikontrolle. Diesmal wars wohl ernster. Es wurde heftig gestikuliert und sogar der Hut gezogen. 400 Schilling geschmiert und weiter.
Für die Fahrt von 35 km hatten wir dann 2 Stunden gebraucht und kamen in unserer "Lodge" mit Campground an. Traumhaft mehr muss man eigentlich nicht sagen. Zieht euch einfach die Bilder rein. Gecampt wurde am Strand unter Palmen für 4 € p.P. und am Abend haben wir erstmal noch ein Lagerfeuer gemacht. Die folgenden Tage lassen sich eigentlich schnell zusammen fassen: Traumhafter Sonnenaufgang, Nickerchen, Frühstück, Nickerchen, Baden, Mittagessen, Nickerchen, Kokosnuss trinken & essen, Baden, Spaziergang am Strand, Kochen fürs Abendessen, Abendessen, Lagerfeuer, Nickerchen... Und schon waren die 3,5 Tage am Strand auch wieder rum. Die kleineren Dinge waren unter anderem ein Wachhund, der uns tatsächlich die ganze Zeit beschützt hat. Bei jedem Spaziergang ist er mitgekommen, Nachts lag er in unserem Vorzelt und hat andere Hunde verscheucht und tagsüber die Raben und Affen verjagt. Cooler Typ, aber leider ziemlich verlaust. Dazu hatte er noch eine offene Fleischwunde am Hintern. Am Ende hatte er sogar Annas Herz erobert. Sie hätte mich glaub ich gerne gegen den Hund für den Heimflug eingetauscht. Ansonsten haben wir die lokale Wirtschaft in Tiwi stark unterstützt. Durch die ganzen Reisewarnungen für Mombasa und die kenianische Küste sind seit gut einem Jahr keine Touristen mehr am Strand. Die Hotels sind komplett leer oder haben sogar geschlossen. Viele bzw. die meisten europäischen Airlines fliegen Mombasa gar nicht mehr an. Die TUI-Schalter etc. am Flughafen alle nicht besetzt. Das wiederum trifft die lokalen Arbeitskräfte heftig und wir hatten sehr viele interessante Gespräche mit den Beachboys über den ausbleibenden Tourismus. Ziemlich heftig alles mit anzusehen und wir haben so gut es geht versucht einige Jungs zu beschäftigen, was in absoluter Begeisterung endete. Die Details gibts in Ruhe zu Hause. Vielleicht noch ein paar letzte Worte zu den Reisewarnungen. Neben der realen Gefahr von Terroranschlägen der Al-Shabab Milizen aus Somalia wegen der Kriegsbeteiligung der keniaschen Truppen, warnt das Auswärtige Amt vor Reisen nach Mombasa wegen der Ermordung einer Deutschen vor ein paar Wochen. Heute konnten Andy und Mia herausfinden, was ich schon geahnt hatte, dass sie bei einem missglückten Drogendeal in einem sehr schlechten Viertel erschossen wurde. Na klasse. Das ganze lass ich mal so stehen. Leider hatte die Rache Montezumas es sogar bis nach Kenia geschafft und diesmal Mia außer Gefecht gesetzt. Dafür gab es dann bei den Mayers ein schönes großes Hotelzimmer mit super Ausblick. Zurück nach Mombasa gings dann gestern am Samstag mit einem "Taxi" vom Hotel. Noch günstiger, noch unproblematischer.
Wo wir in diesem Post schon bei den vielen Zitaten sind. Momentan sind wir auf der Rückreise von Mombasa nach Nairobi. Zitat aus dem Flugzeug:"Hello Captain speaking. Sorry to inform you the fuel system in Nairobi is leaking and we are not able to get fuel there. So we will get some more fuel here for the flight back to Mombasa. Therefore the firefighters will assist the fueling process. Don't worry." "Hello Captain speaking. If wondering this is a very strange place for parking." Na dann. Wir sind nun in Nairobi. Hoffen wir mal, dass noch genug Sprit für unseren Flieger da ist. Dann geht es weiter nach Istanbul, wo wir einen halben Tag Aufenthalt haben und Abends gehts dann nach Frankfurt.
























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